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Forschungsdaten-Policies entwickeln

Bei Forschungsdaten-Policies handelt es sich um möglichst verbindliche und konkrete Policies, welche beschreiben, wie an den jeweiligen Institutionen mit Forschungsdaten umgegangen wird. An Institutionen mit Schwerpunkt auf angewandte gesundheits- und pflegebezogene Wissenschaften gibt es noch keine oder nur wenige disziplinspezifische Policies für Forschungsdatenmanagement (FDM). Dies hat zur Folge, dass Forschende und Mitarbeitende, die mit (Forschungs-)Daten in Berührung kommen, mitunter eigene Strategien zum Umgang mit Daten entwickeln müssen. Beispiele dafür werden in den Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Leitlinie 13  (Herstellung von öffentlichem Zugang zu Forschungsergebnissen) oder in Leitlinie 17 (Archivierung) dargestellt.

Anmerkung: Policy (bzw. plural Policies) kann direkt mit dem deutschen Wort Leitlinie übersetzt werden. Da sich die folgenden Ausführungen auf das sogenannte Policy-Kit beziehen, verwenden wir allerdings aus Gründen der Einheitlichkeit durchgehend den englischen Begriff. Das Wort Leitlinie wird nur dann verwendet, wenn es in der Originalquelle verwendet wird.

Um als Disziplin einheitlich dem Anspruch der FAIR-Prinzipien und der guten wissenschaftlichen Praxis zu genügen, sind disziplinspezifische Forschungsdaten-Policies notwendig. Auch die DFG (2018, 4) fordert, disziplinspezifische Policies und Regelwerke zum Themenfeld Forschungsdaten umzusetzen.

Die Erstellung einer FDM-Policy hat aber noch weitere Vorteile. Zum einen wird der Antragsprozess bei Forschungsförderern, welche beispielsweise immer öfter auch einen Datenmanagementplan einfordern, erheblich vereinfacht, da bereits konkrete Vorgaben zum Umgang mit Forschungsdaten existieren. Zum anderen können während der Erstellung solcher Policies Schwachstellen in der institutionellen Infrastruktur erkannt und behoben werden (vgl. Hiemenz & Kuberek, 2018, 2).

Anmerkung: Zur Vermeidung der Bedeutungsüberschneidung von fachlichen Bereichen in der Wissenschaft allgemein und einem Fachbereich innerhalb einer Institution, wird bei Bezug auf die einzelnen Fächer der gesundheits- und pflegebezogenen Wissenschaften durchgehend das Wort Disziplin verwendet.

Die Beschäftigung mit FDM-Policies geht auf Rans & Whyte (2017) zurück. Diese bieten ein erstes Referenzmodell (RISE v1.1) an, welches Institutionen ermöglichen soll, FDM standortangepasst zu implementieren. Darauf aufbauend haben Hartmann et al. (2019) innerhalb des Projekts FDMentor die deutsche Version RISE-DE (Referenzmodell für Strategieprozess im institutionellen FDM) entwickelt. Einen Teil dieses Referenzmodells stellt das Policy-Kit dar, welches den Weg zu institutionellen FDM-Policies beschreibt und in Form eines Baukastens Hilfestellung zu Struktur und Inhalt gibt (vgl. Hiemenz & Kuberek, 2018).

1. Fachspezifische Empfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten

Fachspezifische Empfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten sind dazu gedacht Elemente des FDM aus Sichtweise einer Disziplin darzulegen.

Darin werden die relevanten Themen des FDM, wie beispielweise Datenmanagementpläne, Datensicherheit, rechtliche & ethische Aspekte und die Einhaltung der FAIR-Prinzipien, disziplinspezifisch betrachtet und sollen zum einheitlichen Umgang mit Forschungsdaten innerhalb der Disziplinen beitragen. Nur durch Einheitlichkeit lassen sich die Forschungsdaten miteinander in Beziehung setzen und ermöglichen damit eine qualitative Verbesserung sowie Nachnutzbarkeit.

Allerdings fehlt es bisher an Standards in ausformulierter Form, an denen sich die Disziplinen zur Etablierung von FDM-Policies orientieren können. Um diesem Bedarf zu begegnen, wurden innerhalb des Projekts GesundFDM fachspezifische Empfehlungen zum FDM für die gesundheits- und pflegebezogenen Wissenschaften komplementär zum vorgeschlagenen Aufbau einer generischen Forschungsdaten-Policy von FDMentor erstellt. Es werden Formulierungen und Empfehlungen mit einem fachlichen Fokus zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe die sonst eher theoretisch anmutenden FDM-Policies mit disziplinspezifischen Ansätzen ergänzt werden können.

2. Vorgehensweise

Im Policy-Kit von FDMentor wird empfohlen zu eruieren, ob einzelne Fakultäten und Institute eigene fachspezifische Unter-Policies formulieren sollten (Hiemenz & Kuberek, 2018, 7). Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die Forschungsdaten gemäß den im jeweiligen Fachgebiet etablierten Regelungen bzw. Standards aufgearbeitet werden sollen (Hiemenz & Kuberek, 2018, 11). Aufgrund der besonderen Anforderungen an die innerhalb der gesundheits- und pflegebezogenen Wissenschaften erhobenen Forschungsdaten, wird der Bedarf an einer eigenen, fachspezifischen Policy deutlich (Shutsko & Lindstädt, 2020, 1).

Das hier vorgeschlagene Grundprinzip einer Forschungsdaten-Policy ist die Verknüpfung des Policy-Kits von FDMentor mit fachspezifischen Empfehlungen zum Umgang mit Forschungsdaten.

Für die Formulierung einer fachspezifischen FDM-Policy gibt es zwei mögliche Ausgangsszenarien:

  1. Innerhalb der Institution existiert bereits eine (allgemeine) FDM-Policy. (2.1)
  2. Innerhalb der Institution existiert noch keine FDM-Policy. (2.2)

In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, was bei den entsprechenden Ausgangsszenarios zu beachten ist und mögliche Vorgehensweisen skizziert.

2.1 Institutionelle FDM-Policy vorhanden

Existiert bereits eine institutionelle FDM-Policy, muss diese selbstverständlich bei der Formulierung der fachspezifischen FDM-Policy berücksichtigt werden. Insbesondere wenn bei der Erstellung der institutionellen FDM-Policy bereits das Policy-Kit verwendet wurde, sollte auf diesem aufgebaut werden und mit den Empfehlungen der Disziplin in Einklang gebracht werden. Falls eine Dokumentation des Erstellungsprozesses der institutionellen Policy existiert, sollte diese herangezogen werden.

Ist die institutionelle FDM-Policy ohne das Policy-Kit entstanden, sollte für die Umsetzung anhand des Policy-Kits die Vollständigkeit der Module geprüft werden, um danach die Empfehlungen der Disziplin an den entsprechenden Stellen aufzunehmen. Auch hier empfiehlt es sich, dass etwaige Dokumentationen miteinbezogen und eine eigene Dokumentation des Prozesses angelegt wird.

2.2 Keine institutionelle FDM-Policy vorhanden

Verfügt die Institution noch nicht über eine FDM-Policy, sollte der im Policy-Kit beschriebene Prozess komplett durchlaufen werden. Da das Thema innerhalb der Institution komplett neu erschlossen werden muss, erfordert dies erhebliche Arbeitsaufwände und entsprechende Ressourcen. Bei der Erstellung der fachspezifischen FDM-Policy, sollten alle relevanten Akteure (Bibliotheken, Institute, Datenschutzbeauftragte, Hochschul-IT, …) sowohl aus dem Fachbereich, als auch der Gesamtinstitution mit einbezogen werden. Die Rollen der jeweiligen Akteure können sich je nach Größe und Organisationsstruktur der Institutionen deutlich unterscheiden. Darüber hinaus sollten die fachspezifischen Empfehlungen zum FDM mit den institutionellen und allgemeinen Vorgaben in Einklang gebracht werden.


Quellen:

Hartmann, N., Jacob, B. & Weiß, N. 2019. RISE-DE – Referenzmodell für Strategieprozesse im institutionellen Forschungsdatenmanagement, https://doi.org/10.5281/zenodo.3585556.

Hiemenz, B. & Kuberek, M., 2018. Empfehlungen zur Erstellung institutioneller Forschungsdaten-Policies. Das Forschungsdaten-Policy-Kit als generischer Baukasten mit Leitfragen und Textbausteinen für Hochschulen in Deutschland. https://doi.org/10.14279/depositonce-7521.

März, H., Reutzel, S. & Schuckmann, K. (2025). Fachspezifische Empfehlungen für das Forschungsda-
tenmanagement in gesundheits- und pflegebezogenen Wissenschaften. Germany.
https://doi.org/10.5281/zenodo.15772934

Rans, J. & Whyte, A. 2017. ‘Using RISE, the Research Infrastructure Self-Evaluation Framework’ v.1.1 Edinburgh: Digital Curation Centre. www.dcc.ac.uk/guidance/how-guides.

Shutsko, A. & Lindstädt, B., 2020. Nationale Forschungsdateninfrastruktur für personenbezogene Gesundheitsdaten – NFDI4Health: Pilotprojekt zu Bibliotheken und Forschungsdatenkompetenzzentren als Multiplikatoren („Data Steward”). GMS Medizin – Bibliothek – Information. 2020;20(3):Doc27. https://doi.org/10.3205/MBI000484.

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