Pseudonymisierungsverfahren richtig dokumentieren
Im Pseudonymisierungsprotokoll sollten die Ersetzungen, Zusammenfassungen (Aggregationen) und Löschungen der personenbezogenen Daten dokumentiert werden. Es bietet sich außerdem an, die Person anzugeben, welche für die Pseudonymisierung verantwortlich ist. Vorteile eines solchen Protokolls:
» konsistente und eindeutige Verwendung von Pseudonymen
» Hilfsmittel für eine spätere De-Pseudonymisierung, beispielsweise für Nachfolgestudien (spätere Erhebungswellen)
» für die nachhaltige Dokumentation des Vorgehens
(Meyermann und Porzelt, 2014, 10)
Beispiele für Pseudonymisierungsprotokolle
Pseudonymisierungsprotokoll nach Meyermann und Porzelt (2014)
Pseudonymisierungsprotokoll aus dem Projekt GesundFDM
| Interviewcode | Klarname | Pseudonym | weitere Pseudonymisierungen | Eineverständniserklärung liegt vor | Interesse an Ergebnissen | Anmerkungen | Teilnahme an weiteren Forschungsprojekten gewünscht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IDXY_JJJJ-MM-TT | Frya Karlsson | Gerda Olsson | Hier sind alle Pseudonyme einzutragen, die in diesem Interview vergeben wurden und mit dieser Person in Zusammenhang stehen z. B. Geburts-/Wohnort, Beruf, Alter, Angaben zu Gesundheit, sexueller Orientierung etc. | frya.karlsson@123.eu | ja/nein | ja/nein | möchte das Transkript zur Überprüfung vorgelegt bekommen | ja |
(Quelle: eigene Darstellung)
Wie sie konkret vorgehen können um zu personenbezogene Daten zu pseudonymisieren finden Sie im Beitrag zu Pseudonymisierungsmodellen.
